Liebe Lotte, so war deine Geburt (2)

Als wir dann im Krankenhaus ankamen, ging es der Mami schon nicht mehr so richtig gut, aber das hast du wahrscheinlich auch gemerkt. Was dir da immer auf den Kopf und vor allem auf deinen Popo gedrückt hat nennen wir hier draußen “Wehen”.

Die nette Nachtschwester hat dann deine Mami erst mal an einen Wehenschreiber angeschlossen und dann festgestellt, dass deine Mami noch gar keine Wehen hat. Seltsam, seltsam.

Als die Schwester dann aber den Muttermund abgetastet hat, hat sie doch feststellen müssen, dass er bereits zwei Zentimeter geöffnet ist. Da der aber schließlich zehn Zentimeter aufgehen muss, hat sie erst mal einen Arzt geholt. Der war vielleicht super unfreundlich und hat leider auch nur eher gebrochen deutsch gesprochen – so dass deine Mami und ich gar nicht wussten was gespielt wird.

Ich musste mich sehr zusammenreißen, dass ich ihm nicht mal ganz deutlich die Meinung sag. Aber das wollen wir mal schnell vergessen (happy thoughts, happy thoughts)

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